Evanglisch - Lutherische Kirchgemeinde Steinbach und Meimers
Pfarramt Steinbach
Pastorin Wibke Endter
Kallenbach 6
36448 Steinbach
Telefon und Fax 036961/ 72530
E-Mail: Kirche.steinbach@live.de
Herzlich Willkommen!
Pastorin Wibke Endter
Die BAROCKKIRCHE ZU STEINBACH
ZUR GESCHICHTE UNSERER KIRCHE
1. Kirchenbau
1425 Bau der ersten Holzkappelle
1547 Offizielle Einführung der Reformation in Steinbach.
1658 Bau des neuen Pfarrhauses.
1664 Der Friedhof erhält eine neue Mauer.
1680 Der Ort zählt 814 Einwohner und 161 Häuser.
2. Kirchenbau
1709 Bau der ersten Steinkirche.
1711 Einweihung der Kirche.
1722 Die Kirche erhält eine Orgel.
1733 Großer Dorfbrand. Kirche u. Pfarrhaus werden vernichtet.
3. Kirchenbau
1736 wurde nach dem großen Brand die Kirche wie sie bis heute steht errichtet. Turmhöhe: 33 m. 1745 Die Firma Möller aus Meiningen baut eine Barockorgel ein. Diese ist vermutlich 50 Jahre später um die beiden Seitenflügel vergrößert worden.
1746 Ein Müller schenkt der Kirchgemeinde den Tauf-"stein". (Holz)
1753 Ausmalung des Inneren der Kirche im Rokokostil durch den Heimatmaler Michael Ley aus Tann (Rhön).
1757 Schalldeckel und Kanzel werden eingebaut. Ein Glockenhaus wird gebaut.
1794 Der Kirchturm erhält eine handgeschmiedete Uhr mit viertelstündigem Schlagwerk. Uhrmacher ist Nikolaus Höfling aus Kaltensundheim.
1805 Steinbach ist der größte Ort des Amtes Altenstein.
1830 Gedächtnisfeier an der Lutherbuche im Luthergrund: 300 Jahre Augsburger Konfession (= evang. Bekenntnis).
1878 Erneuerung des Kirchturmknopfes.
1914 Die Kirche erhält elektrisches Licht.
1921 Nachdem die Bronzeglocken im 1. Weltkrieg abgeliefert werden mussten, stiftete die Industriellenfamilie Ambronn drei Stahlglocken. Eine kleinere Bronzeglocke befindet sich noch im Glockenhaus. Sie soll im Jahr 2001 elektrifiziert werden, um sie als Vaterunserglocke in den Gottesdiensten vom Innenraum der Kirche aus zu läuten. Über viertausend Mark wurden im Jahr 2000 dafür gesammelt! Eine Turmuhrglocke von 1794 befindet sich im Turm (1950 zurückerstattet). Die zweite Schlagglocke (Viertelstunden) ist ein Geschenk des Bergwerkes.
1967 Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Kirche (bis 1973):
Völlige Erneuerung des Fußbodens u. der Sitzbänke, Einbau von Windfangtüren und Erneuerung der Treppenaufgänge zu den Emporen, Vermauerung der bei den Türeingänge an der Nordwand der Kirche (Zutritt zur Fürstenloge), Neugestaltung des Altars, Einbau von Infrarot-Sitzbankheizstrahlern, Bekämpfung des Schwamms am Ostgiebel, Einbau von Doppelfenstern,
Wiederinstandsetzung der Turmuhr; vorläufige Spielbarmachung der Orgel.
1983 Restaurierung des Innenraumes der Kirche.
1986 Restaurierung des Turmknopfes und Turms.
1991 ff. grundlegende gestalterische Sanierung des Bergfriedhofes durch ABM-Kräfte und verschiedene Firmen. Der Friedhof ist in kirchlicher Trägerschaft, steht unter Denkmalschutz und ist der
zweitsteilste Friedhof Deutschlands.
1994 Beginn der kompletten Sanierung des Pfarrhauses u. teilweise auch des Gemeindehauses.
1996 Die Kirche erhält eine neue Uhr. Die alte Turmuhr wird aus Kostengründen stillgelegt und eine neue funkgesteuerte Turm -u. Läuteuhr wird installiert.
1997 Einbau einer zweimanualigen, digitalen Ahlborn -Orgel (Sampier). Sie ist nach barockem Vorbild intoniert und verfügt über ein Pedal.
2000 Abschluss der Sanierungsarbeiten am Pfarrhaus
Zur Geschichte der Steinbacher Kirche
Die außergewöhnlich prächtige Barockkirche, wurde in den Jahren nach dem großen Brand 1733 -1736 erbaut. Obwohl durch den großen Dorfbrand von 1733 völlig verarmt, gingen die Steinbacher sofort daran, ein neues Gotteshaus zu errichten. 1736 konnte die jetzige Kirche eingeweiht werden. Eine Kirche, die nach Heims Henneberger Chronik eine der schönsten des Landes sein soll.
Das Gotteshaus ist ein einheitlicher Bau von auffallender Größe. Das Äußere ist bescheiden und schmucklos. Auf dem Dachstuhl erhebt sich auf der Westseite ein Turm, mit Schiefer verkleidet.
Er hat eine Höhe von 33 Metern. Im Turm sind die Uhr und zwei Schlagglocken für das Uhrenwerk. Die eigentlichen drei Läuteglocken befinden sich auf dem Bergfriedhof in einem hölzernen Glockenhaus. Der Friedhof ist übrigens der zweitsteilste in Deutschland und von besonderer Schönheit. Er steht unter Denkmalschutz und wird von der Kirchgemeinde bewirtschaftet. Der Kirchraum ( Kirchenschiff)hat die Form eines länglichen Rechtecks. Sein Inneres ist im reichen Rokokostil verziert. An den Wänden erheben sich zwei hohe Emporen auf Vierkantpfeilern, die den Innenraum in drei Schiffe teilen. Die Ausmalung ist bunt und prächtig. In der Grundfarbe herrscht blau vor: ein blauer Himmel als gewölbte Decke, Emporen und protestantische Altarkanzel reichlich marmoriert. Das damals arme Bergdorf hatte Freude daran, den nicht vorhandenen Reichtum wenigstens durch scheinbaren Reichtum - aus Holz mach Marmor - zu ersetzen, um Gott die Ehre zu geben. Die Ausmalung ist durch den Heimatmaler Michael Ley aus Tann (Rhön) um 1755 erfolgt. Er hatte dabei eine malerische Gesamtkonzeption, die sich aus dem Portalstein der Vorgängerkirche ergeben hatte. Da heißt es auf einem Sandstein, welcher jetzt das Südportal schmückt: "Ihr seid erbaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, wo Jesus Christus der Eckstein ist." (Epheserbrief 2,20)
Und in der Tat: Sieht man sich die unzähligen Gemälde im Innern der Kirche an, dann wird man die Christusdarstellung in einer Ecke zwischen alttestamentlichen Gestalten nahe an einem Stützpfeiler finden. Ein Hinweis auf die stützende und tragende Funktion Christi, ohne die der Kirchenbau keinen Halt findet? Auf der Westempore steht eine große, prächtige Barockorgel von 1745. Die Orgelbaufirma Möller aus Meiningen hatte sie einst gefertigt. Achtzehn Register sorgen für einen originalen Klang, denn die Kirchgemeinde hatte nie das Geld, diese Orgel umzuarbeiten oder anderweitig zu verändern. So blieb die Orgel als beinahe unverfälschtes Instrument bis auf diesen Tag erhalten und wartet auf seine Restaurierung. Als Alternative dient derzeit eine gute digitale Orgel der Firma Ahlborn. Die Orgel ist konzerttauglich und leistet auch sonst viele gute Dienste zur Gestaltung unserer Gottesdienste.











