Hauptstr. 7
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Die Kirche zu Brunnhartshausen
Unsere Kirche wurde im Jahre 1732 erbaut. Die Zahl steht über der unteren Tür der Kirche. Von der früheren Kapelle soll die "hintere Wand" der Kirche stammen. An dieser sind hinter der Orgel noch Teile von alten Fresken sichtbar.
Der Altar wurde 1778 erbaut. 1804 hat Meister Johannes Fischer, Huf- und Waffen- Schmied und Wirt einen Taufstein in die Kirche machen lassen, welcher von Herrn Johannes Hofmann, Hofmaler zu Ostheim, angestrichen wurde. Die Ausmalung der Kirche erfolgte 1756 durch Johann Michael Ley aus der Tann, wie man auf dem Lutherbild über der Haupttür lesen kann. Die Darstellung Luthers mit dem Schwan geht auf den tschechischen Reformator Jan Hus zurück. Hus, dessen Name übersetzt Gans heißt, hatte 100 Jahre vor Luther, bei seiner Verbrennung auf dem Scheiterhaufen gewarnt: "Jetzt verbrennt ihr eine Gans. In 100 Jahren wird ein Schwan kommen, den werdet ihr singen hören, und den werdet ihr nicht verbrennen." Die Bilder an der Decke (dem Himmel):
- Abraham mit Isaak
- Maria mit dem Jesuskind
- Jesus in Gethsemane
- Jesus am Kreuz
- Der Auferstandene (in der Mitte)
Die alte Orgel war älter als die Kirche. Von ihr blieb der 1794 erweitert Prospekt erhalten, in den 1985 die Firma Schönefeld/Stadtilm, ein neues Werk mit 8 Registern einbaute (mit Ausnahme von Dermbach - 1929 - die erste neue Orgel in der Thüringischen Rhön seit rund 100 Jahren!). Sie hat folgende Dispositionen: Gedackt 8´, Prinzipal 4´, Rohrflöte 4´, Waldflöte 2´, Sifflöte 1´, Mixtur 3f. Im Pedal: Subbaß 16´, Oktavbaß 8´.
Das Kreuz an der westlichen Wand unter der Treppe kann eine sehr alte Arbeit um 1500 sein. Unsere Kirche besitzt seit dem 2. Advent 1926 elektrisches Licht. Die letzte Innenrenovierung erfolgte 1964/65 unter Leitung von Frau Brokowski (Schmalkalden). Dabei wurden die 1894 übermalten Deckenbilder u. a. wieder freigelegt. Die neue Eichentreppe zur Empore fertigten die Tischlermeister Gerhart und Wolfgang Schäfer 1989 (vor der Wende). Die Leuchter an den Wänden fertigte Erwin Abe 1991. Über dem Aufgang zum Läutboden ist zu lesen:
"Der Krieg ist weggenommen, der Friede wiederkommen, Gott sei Lob, Ehr und Preis. Jetzt scheinet uns die Sonne und bringt nach Tränen Wonne. Drum lobet Gott mit höchstem Fleiß. 1814, den 17. April."
Im Turm hängt eine Bronze- Glocke von Johann Melchior Derck, 1735 in Meinigen gegossen. Nach Kriegswirren kehrte sie am 8. August 1950 zurück. Die beiden anderen Stahlglochen von 1921 wurden in Bochum gegossen. Sie wurden 1992 elektrifiziert. Die Außenrenovierung der Kirche erfolgte im Sommer 1996 unter der Leitung von Dipl.- Restaurator Jürgen Scholz, Breitungen. "Dies ist Gottes Haus. Komm herein, und mach es zu deinem! Die Leute von Brunnhartshausen laden dich herzlich ein, hier zu verweilen, um zu beten und nachzudenken. Du bist auf der Suche nach einem erfüllten Leben. Verbinde deinen Glauben mit dem unseren."















