Evanglisch - Lutherische Kirchgemeide Empfertshausen - Neidhartshausen
Pfarramt Empfertshausen
Hauptstr. 7
36452 Empfertshausen
Telefon 036964/93111

Das Evang.- Luth. Kirchenspiel Neidhartshausen mit Brunnhartshausen besteht schon vor 1574. Seit welchem Jahr der erste Pfarrer Caspar Volcker tätig war, ist nicht mehr zu ermitteln. Das Kirchenspiel Empfertshausen mit Andenhausen gehört bis 1891 zum Kirchenspiel Fischbach - Rhön. Am 25.10.1891 wurde Pfarrer Wahl als erster Pfarrer im neuen Kirchenspiel Empfertshausen - Andenhausen eingeführt.
Durch die Strukturreform der Evang. - Luth. Kirche in Thüringen wurden per 01.07.1999 die Kirchenspiele Neidhartshausen (mit Brunnhartshausen und den Evangelischen in Zella, Steinberg und Föhlritz) und Empfertshausen (mit Andenhausen) zusammengelegt. Im neuen Kirchenspiel sind ca. 1200 Gemeidenglieder zu betreuen.
Sitz: Empfertshausen.

Kirche Empfertshausen
Unsere Kirche wurde im Jahre 1719 von dem Fürstabt Constantin von Buttlar errichtet. Sein Wappen befindet sich auf einem ca. 1m hohen Steinrelief, das schräg über der Tür an der Südseite angebracht ist.
Auf dem Stein ist die Inschrift:
DG *)
Constantinus S.R.I. **) Princeps
Et Abbas Fuldensis Dirae Augustae
Archi cancellarius per German: et Gall:
Primas &
Dum Foelix Pius et inclytus est antistes
Hae erctae sunt aedes MDCCXIX.
*) Die Gratia
**) Sancti Romani Imperii
Deutsche Übersetzung:
Während von Gottes Gnaden Constantin, des Heiligen Römischen Reiches Fürst und Abt von Fulda, der erlauchten Kaiserin Erzkanzler, Primas von Deutschland und Frankreich, der glückliche, fromme und berühmte Kirchenfürst war, ist dies Gebäude errichtet 1719.
Die Kirche ist aus Stein. Die einzigen architektonischen Kunstformen sind die schlichten verkröpften Umrahmungen der rechteckigen Fenster. Der Turm ist ein Dachreiter aus Holzfachwerk an der Ostseite. Er ist acheckig, die Turmspitze besteht aus einer achteckigen Laterne, die von der welschen Haube bekrönt wird. Auf der Wetterfahne steht die Zahl 1719 ( Knopf und Wetterfahne 1999 erneuert).
Der Turm ist erst 1776 erbaut ( Mitteilung des Superintendenten Niese, Kaltennordheim Anfang des 20. Jahrhunderts). Der Turm wurde 2001 neu beschiefert, 2002 der Blitzschutz angebracht.
DAS INNERE
Der Hauptraum ist an drei Stellen durch zweigeschossige Emporen bedeckt. Schlicht gehalten, nur mit Laubsägearbeiten versehen.
Der Altarraum ist durch einen halbrunden Triumphbogen vom Hauptraum getrennt und hinter den Altar ( Stein ) trapezförmig geschlossen.
Im Altarraum liegt die Orgelempore, die auch mit etwas Laubsägearbeiten verziert ist.
Markert- Orgel aus Ostheim – Bauzeit:
Über dem Triumphbogen sind zwei Engel aufgemalt und unterschrieben:
“ Ehre sei Gott in der Höhe. Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.”
Das Kreuz auf dem Altar: eine Arbeit aus unserem Rhönschnitzerdorf, 1947/ 48.
Das Kreuz, das auf der ersten Empore hängt, ist ein Geschenk von Marta Ziert, Empfertshausen – es ist Anfang des 20. Jahrhundert entstanden.
An der Nordseite ist eine Leihgabe der Schnitzschule Empfertshausen – Kreuzweg Jesu –
zu sehen ( entstanden 2001)
In der Weihnachtszeit ist eine Weihnachtskrippe – entstanden in der Firma Ader ca. 1930 –
auf dem Altar zu sehen.
Die größte Figur, der Josef, ist ca. 85 cm hoch.
Innenrenovierung: 1983 / 84
1986 wurde die Tafel der Gefallenen und Vermißten des II. Weltkrieges ( 1939 – 45) eingeweiht – geschnitzt
vom 3. Lehrjahr der Schnitzschule Empfertshausen
Um die Kirche herum ist der alte Friedhof, von dem nur noch der Grabstein von Pfarrer Wahl (heute an anderer Stelle ) vorhanden ist.
Er war der erste Pfarrer des Kirchspieles Empfertshausen / Andenhausen.
Diese beiden Orte gehörten bis 1891 zum Kirchspiel Fischbach / Rhön.
1992 Dachneueindeckung
1993 Einbau einer Bankheizung
2001 wurde die Giebelwand ( Westseite) neu verputzt.
Ab den 1. Juli 1999 wurden die Kirchspiele Empfertshausen und Neidhartshausen zusammengelegt. – Sitz Empfertshausen.












