Evangelisch - Lutherische Superintendentur Bad Salzungen - Dermbach
Vortrag Dr. Jörg Zink
Dorndorf, 27. Mai 2006
Der Himmel liebt auch die schwarzen Schafe
Über den Umgang Jesu mit den Menschen
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Freunde aus Dorndorf,
als ich einmal sagen sollte, was denn das Wichtige sei am Glauben der Christen. Was denn, wenn man einmal alles abzieht, über das man sich streitet, als Kern übrig bleibt, da habe ich den Satz erfunden, der heute über Ihrem Fest stehen soll: Dass nämlich der Himmel nicht nur die braven, vorschriftsmäßig lebenden weißen, sondern auch die schwarzen Schafe liebt.
Und ich frage Sie heute auch: Wissen Sie etwas, das nicht abgeht, wenn man daran kratzt? Das nicht zusammenbricht, wenn man daran schüttelt? Wissen Sie einen Boden unter Ihren Füßen, der nicht einbricht, wenn Sie darauf treten? Etwas, an dem sie sich festhalten können, wenn alles ins Rutschen kommt?
Im christlichen Glauben sind die Gedanken von dreitausend Jahren versammelt. Es ist alles ein wenig viel, was man verstehen müsste, um ein Christ zu sein. Aber was ist so einfach daran, dass es jeder auf Anhieb verstehen und bejahen kann? Als ich damals so einfach reden sollte, dass es wirklich jeder verstand, da fuhr ich eines Sonntags von Stuttgart aus auf die Schwäbische Alb, ein Bergland ähnlich der Rhön, um dort oben zu wandern. Oben traf ich eine Schafherde, die da geruhlich vor sich hin graste und einen handfesten alten Schäfer. Ich fragte ihn: Wie viel Schafe sind das? Und er antwortete: achthundert. Und dann fiel mir auf, unter diesen achthundert schönen weißen Schafen war ein einziges schwarzes Lamm. Es war hübsch wie alle anderen, aber schwarz. Es fiel auf.
Und mir fiel ein, dass viele Kinder und Jugendliche in ihren Familien als die "schwarzen Schafe" gelten, und wie viele Erwachsene mir im Lauf meines Lebens schon begegnet sind, die diese Rolle des schwarzen Schafs mit sich geschleppt haben durch ihr ganzes Leben hin. Die nirgends anerkannt sind, die immer die Außenseiterrolle spielen und immer große Mühe haben, es irgendwem recht zu machen. Es gibt sie in fast jeder Schulklasse und es gibt sie wohl in jedem Betrieb. Und immer sind sie Schuld, wenn etwas schief geht. Und als ich weiterging, dachte ich, ich könnte eigentlich zu diesem Problem einmal ein kleines Buch schreiben mit dem Titel, der nun auch über diesem Fest steht: Der Himmel liebt - auch - die schwarzen Schafe.
Das ist nun eine Behauptung. Wie komme ich darauf, anzunehmen, der Himmel denke über uns Menschen anders als wir Menschen übereinander denken? Es ist im Grunde einfach. Ich gehe in Gedanken durch die Geschichten, die uns von Jesus überliefert sind. Ich gehe hinter ihm her und sehe ihm zu, wie er mit Menschen umgeht. Mit den Menschen seiner Heimat. Und ich denke daran, wie er gesagt hat: Wer mich sieht, der sieht, was Gott tut, was Gott denkt. Wie Gott urteilt. Und Jesus hatte es ja ausgesprochen mit den schwarzen Schafen seines Volks zu tun.
Unter den Frommen seines Volks sprach man von dem Pöbel des Landes, den Bauern in ihren Hütten. Sie konnten nicht lesen oder schreiben. Sie konnten nicht so leben, wie man als Jude zu leben hatte. Sie galten als ungebildet wie die Schweine. Die Zollwächter, die für die Besatzungsmacht arbeiteten, zählte man dazu. Die Schweinehirten, die Dirnen, die man zwar benütze, aber verabscheute. Die Tagelöhner, die Verschuldeten, aber auch die Frauen und die Kinder, die ohne Recht waren. Der jüdische Sohriftsteller Ben Chorin hat mir erzählt, es habe Sittenwächter gegeben, die eine Heirat zwischen einem der ihren und einem Mädchen aus diesem Pöbel vom Land verboten, weil eine solche Heirat dasselbe sei wie Unzucht mit Tieren.
Nun wendet sich Jesus nicht ausschliei3lich, aber mit deutlicher Vorliebe jenen Armen und Verachteten am Rand seines Volks zu, und zwar deshalb, weil er das ganze Israel will, nicht nur seine Elite, sondern das schwesterlich-brüderlich verbundene Volk. Er unterscheidet nicht zwischen Würdigen und Unwürdigen und feiert überall im Land mit allen die Hoffnung auf die kommende Gerechtigkeit. Und diese seine Feste waren so gesellig und so fröhlich, dass sie bei den Bedächtigen unter den Zuschauern Anstoß erregten. So sagte man: "Seht den Menschen! Ein Fresser und Weinsäufer! Ein Kumpan von Ausbeutern und Gesetzlosen!" Und dahinter stand: So einer will ein Prophet sein!
Was aber musste sich an den Gästen zuvor ändern, damit sie für die Feste tauglich waren? Nichts. Sie mussten nur eben der Einladung Folge leisten. Keiner musste eine Beichte ablegen. Keinem musste seine Schuld eigens vergeben werden. Vielmehr war er eben eingeladen. Mit der schlichten Tatsache, dass Jesus zu ihm sagte: "Du gehörst zu uns", oder "wir feiern miteinander" oder "es ist alles gut", "komm und iss!", war Tischgemeinschaft gestiftet. Und wenn einer ihm sagte: Aber der doch nicht! Oder die! Dann erzählte Jesus eine Geschichte wie die vom verlorenen Sohn oder vom verlorenen Schaf. Und er sagte damit: Gott urteilt anders als ihr. Gott interessiert sich auch fur die Gemobbten.
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Wie also ging Jesus mit den Menschen um? Wie begegnete er ihnen? Als erstes sehen wir: Er holte sie ab, wo sie standen. Viele unter ihnen galten als korrupt und haltlos, als unmoralisch oder verkommen. Von ihnen aber sagte er nicht: Sie sind verkommen, sondern: Sie sind verloren. Damit sagte er genau nicht, was wir damit meinen, sie seien verdammt in alle Ewigkeit. Sondern: Wir haben sie verloren. Wir wissen nicht, wo sie sich aufhalten. Der berühmte Sohn im Gleichnis ist nicht böse, er ist vielmehr verloren gegangen, vermisst. Adresse unbekannt. Es geht also darum, ihn zu suchen. Er steht vermutlich irgendwo verlassen herum in der Steppe seiner Seele. Eine erste Hilfe also erleben die Gäste bei Jesus damit, dass sie von einem gütigen Menschen "gefunden" sind.
Ein Zweites, das Jesus an den Menschen getan hat, war ihre Heilung. Etwas vom Sichersten, das wir über Jesus wissen, ist, dass er als Heiler aufgetreten ist. "Sie sind krank. Sie brauchen einen Arzt", sagt er. Und das ist nun entscheidend. Jesus sagt von denen, die als böse galten, nicht: Sie sind böse, sondern sie sind krank. Sie brauchen keine Moralreden, sondern einen Arzt. Und das ist ja nun etwas vom Sichersten, das wir über Jesus wissen, dass er als Heiler aufgetreten ist. Nun machen uns die Heilungsgeschichten gelegentlich Mühe, weil sie so eigentlich nicht geschehen sein können. Aber bei ihnen handelt es sich ja nicht um medizinische Protokolle. Nichts, was über Jesus erzählt wird, sagt nur dies: So ist es zugegangen. Vielmehr muss uns deutlich sein, dass alles, ehe es niedergeschrieben wurde, erst durch den Kopf und das Herz eines Menschen gegangen ist, der damit immer auch sagt: Das ist nicht nur irgendwo in Galiläa, das ist auch in mir selbst geschehen. Das hat mich berührt. Das hat mir die Augen geöffnet. Das Ziel der Heilung war die aufrechte Gestalt eines freien, zu eigener Entscheidung fähigen Menschen in einer stützenden Gemeinschaft. Das Wort "Therapie" bedeutet, genau übersetzt, den gärtnerischen Umgang mit der Erde. Es heißt den Boden bereiten für das, was danach in ihm gedeihen soll.
Ein Drittes war, dass Jesus den Menschen ein neues Bild ihrer selbst gezeigt hat. Er sagte: Ihr seid nicht Abfall. Ihr seid nicht der letzte Dreck. Ihr seid ein Acker. In euch wird eine Saat geworfen. Gebt ihr Raum. Aus ihr wird der Sinn und der Ertrag eures Lebens hervorwachsen. Aus eurem Leben kann etwas Schönes entstehen. Das Reich Gottes will in euch wachsen, und es wird sich am Ende zeigen, dass ihr an dem großen Ziel der Menschheitsgeschichte das Eure mitbewirkt habt. Jesus also beginnt nicht damit, dass die Menschen etwas Bestimmtes zu tun hätten, durch das sie aus dem Sumpf ihrer Lebensgeschichten herauszukommen hätten. Er beginnt vielmehr umgekehrt damit, dass er ihnen ihre Würde zurückgibt, dass er ihnen zeigt, was aus ihnen werden könne, dass er sie ermutigt und befähigt, zu werden, was in ihnen wachsen will.
Ein Viertes: Er lud sie in irgendeinen Raum oder auf irgendeinen Platz zwischen den Hütten zu einer Mahlzeit ein. Und diese
Tischrunden für die "Verlorenen" waren sein unverwechselbares Markenzeichen. Er versammelte, was in seiner damaligen Umgebung unmöglich war, unterschiedslos, die Gerechten und die Ungerechten, die Arrivierten und die Schurken. Und aus diesem Verstoß gegenüber allen heiligen Ordnungen ging ja danach auch die Tragödie seines Todes hervor. Er versammelte die wirklichen Menschen an einem runden Tisch, unabhängig von den Etiketten, die man ihnen anhängte, und bildete damit ab, was er ihnen als das große Ziel der Menschengeschichte vor Augen stellte: das Reich der Gerechtigkeit für schlechthin alle.
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Das ist es also: Er bewirtet sie. Er sitzt am Tisch, vor sich das Brot und der Wein. Er tut, was uns vom letzten Abendmahl vertraut ist und was er bei jedem Mahl getan hat: Er nimmt das Brot, bricht es und verteilt es unter seine Gäste. Er bricht also in der Hütte für seine Gäste das Brot und sagt: Nehmt! Esst! Das ist die Nahrung, die ihr braucht. Ich bin es selbst. So komme ich zu euch. Ich gehe in euch ein wie eine Nahrung. Wie das Korn in den Acker fällt. So wird in euch ein Leben entstehen und Frucht weit über euren Tod hinaus. Nehmt den Wein! Reicht ihn herum. Feiert! Freut euch. Das bin ich! Ich wirke in euch wie dieser Wein. Ich will in euch wirken, bis ihr ganz Wein seid und lebendig und wohlschmeckend. Wie dieser Wein gereift ist, so reift Gott in euch.
Jesus senkt sich also selbst in seine Gäste ein. Er prägt sich ihnen ein. Er gibt ihnen sein Gesicht. Er macht sie zu seinen Schwestern und Brüdern. Er steigt in sie ab, in ihre Angst oder ihren Trotz und gibt ihnen ein neues Bild ihrer selbst. Sie können sich nun auch sich selbst nähern. Sie können auch die Dunkelheit in ihnen selbst annehmen, die sie antreffen, wenn sie sich ehrlich begegnen. Sie können durch die Zone der Angst und des Schreckens in ihnen selbst, durch die sie Jesus begleitet, hindurchdringen bis auf den Grund ihrer Seele, wo Gott seine lebendige Kraft in ihnen einsetzen will.
Es liegt in dieser Szene von der Tischgeineinschaft etwas von der großen Zartheit, in der Jesus mit den Menschen umgeht. Wer das Leben kennt, weiß, wie verletzlich es ist, wie verletzlich die Menschen, wie verletzlich ihre Selbstgewissheiten, auch ihre Gewissen sind. Diese verletzlichen und zum Teil wohl tief beschädigten Menschen nimmt Jesus in das Haus. Ihnen gibt er einen geschützten Raum, in dem ihre Seele aufatmen kann. Sie finden einen brüderlichen Menschen, sie finden ein Vertrauen, das vielen unter ihnen vermutlich unbekannt und neu war. Vielleicht finden sie die Sprache, um überhaupt reden zu können von dem, was sie bedrückte. Das Evangelium lautet an dieser
Stelle: Du brauchst dich hier nicht zu bewähren. Du brauchst dich nicht zu schützen, nicht durchzusetzen. Du darfst leben. Du darfst sein. Es ist das Bild vom hütenden Menschen, das Jesus zeigt. Vom Hirten, als den Jesus sich selbst bezeichnet.
Die Lebensanleitung, die Jesus den Menschen mitgibt, beginnt nicht mit dem Unterricht in den zehn Geboten, sondern damit, dass er ihnen zeigt, wie sie gehalten seien und getragen, wie sie beachtet und geliebt seien, und das heißt damit, dass er in ihnen den Mut zum Leben weckt, der ihnen so sehr fehlt, und das Vertrauen, dass das Leben etwas sei, das gelingen könne.
Kann also ein Mensch sich ändern? Wohl kaum. Kann er sich ändern lassen? Ja, durch die Güte, die ihm begegnet. Niemand zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf, aber wir können einander helfen, dass der versinkende Mensch Grund unter die Füße bekommt, und ihm die Hand geben, dass er herausfindet. Niemand ändert sich allein. Aber es kann ihm widerfahren, dass ihn eine Begegnung ändert, die Begegnung mit einem liebenden Menschen.
Von Jesus wird erzählt: Das Elend der Menschen ging ihm an die Seele. An die Nieren. Das Elend fasste ihn an. Und er fing an, zu ihnen zu sprechen, sie einzuladen, ihre Leiden und ihre Ängste zu teilen. Sie freizumachen von ihrem stumpfen Gehorsam
oder Ungehorsam. Ihnen zum Leben zu helfen. Zur aufrechten Gestalt. Sie zu befähigen, etwas Lohnendes zu tun.
Mit der Tatsache, dass er mit den Menschen seiner Zeit eine Tischrunde gebildet hat, sagt er zugleich: So ist die Welt. Sie ist rund und ganz. Du kannst in ihr leben. Wenn du verstehen willst, was Gott mit dir vorhat, dann schau auf mich: Ich bilde dir ab, was Gott tut. Das Böse und das Gefährliche in dir selbst und in anderen kann überwunden werden. Du darfst unbedroht leben. Du darfst als der gespaltene Mensch, der du bist, kommen und heil werden. Und deine Zukunft? Mit dieser Tischrunde zeige ich dir, was nach dem Ende deines Lebens auf dieser Erde auf dich wartet: Ein neues Zuhause. Ein behütetes Dasein. Ein Gespräch, das deine inneren Verknotungen löst. Und diese Zukunft beginnt heute in dir. Du kommst aus Gott. Du kommst in diese Welt. Du lebst, du stirbst und du erwachst. Die Vollendung, die dir zugedacht ist, kannst du in der Tischrunde vorausschauen, die ich mit dir feiere. Und wenn du wieder auf die Straße hinaustrittst nach unserem festlichen Mahl, dann wirst du Menschen finden, die Ähnliches erfahren haben wie du. Dann setze dich mit denen zusammen, die wissen, was eine Tischrunde ist und mit denen, die es nicht wissen. Dann bildet zusammen die Tischrunde, die wir die Kirche nennen, dann stärkt einander, nehmt einander auf und an und lebt miteinander.
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Und wie lässt sich das praktische Verhalten, die aus all dem folgende Gestalt eines Menschen beschreiben, die Jesus zeigte? Vielleicht so: Lass dich von allem anrühren. Die Liebe und das Glück gelingen, wo du etwas weißt, das dir wichtiger ist als du selbst. Wo dir ein Mensch wichtiger ist als du selbst. Liebe, Freundschaft, Nähe, Vertrauen und die gewisse Leichtigkeit, mit der du all das lieben kannst, sind die zartesten und verletzlichsten Geschenke, die das Leben für dich hat. Und das Glück, das sie bringen, wird solange bei dir bleiben können,
als du ihm Raum gibst. Begegne dem Leben insgesamt mit Güte. Güte meint, dass einer es mit dem Leben, wie es ist, "gut meint". Und dann sieh mit offenen Augen, was von all dem im Leben der unzähligen Menschen neben dir fehlt. Sieh das tiefe Unglück, in dem viele unter ihnen leben, und geh mit ihnen. Du hast keiner Moral zu gehorchen. Geh vielmehr alle die dunklen Wege mit, auf denen sie, vielleicht mit letzter Kraft, gehen. Geh alle die Wege mit, die ohne Hoffnung gegangen werden. Alle die Wege, auf denen Menschen sich mit falschen Hoffnungen zu trösten suchen. Geh mit in den dunkeln Tälern, von denen aus keine Gipfel zu sehen sind. Und fasse zugleich den Gegensatz, der ebenso gilt: Dass die Liebe Gottes zu dir nicht geringer wird dadurch, dass du solchen Weisungen nicht gerecht wirst. Tu immer wieder das, was dir möglich ist und zweifle nicht an dir über der Bruchstückhaftigkeit, die du an dir erlebst. In Gott ist es ein Ganzes. Es ist das in Gott geführte Leben.
Andererseits aber halte fest: Es ist keine Weisheit, zu meinen, das Glück sei an allen Ecken billig zu kaufen. Die Kirche jedenfalls ist eine durch die Jahrhunderte immer fortgehende gemeinsame Wanderung von Menschen, die ihr Leid tragen können, weil neben ihnen andere gehen, die mittragen. Eine Wanderung hinter dem einsamen Mann her, der ihre Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit, ihre Zweifel und Ängste übernahm, als er sie an seinen Tisch lud.
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Im Grunde heilt Jesus die Menschen so, dass er ihnen ein anderes Bild von ihnen selbst zeigt, eine andere Art von Selbstbewusstsein gibt. Und das, wie ich gefunden habe, in zehn Schritten. Wir können sie mitgehen:
Der erste ist der, dass er ihnen sagt: "Du bist kein schwarzes Schaf, du bist ein Licht. Nimm das ernst und leuchte." Entscheidend ist nie, was du in dir selbst siehst oder was andere Leute von dir halten. Du bist ein Licht. Du bist dazu bestimmt, dort, wo du lebst, der Wahrheit zum Durchbruch zu helfen. Als er auf jenem Berg saß und zu seinen Jüngern sprach, wies er hinauf auf eine kleine Stadt hoch in den Bergen wie Safed, die tausend Meter höher in der Sonne glänzte. Eine Stadt, so sagt er, lebt nicht in der Verborgenheit. Man sieht sie. Die weißen Häuser leuchten. Bringe dich ein. Habe den Mut, dein Wort zu sagen, damit Licht da ist und das Leben weitergeht. Habe den Mut, zu sein, was du bist: ein freier Mensch, gerufen von mir.
Das zweite Wort lautet: "Du bist ein ganzer Mensch. Also teile dich nicht". Vermeide, was dich auseinanderreißen will, was die Einheit deiner Gestalt fraglich macht. Stelle dich nicht zwei Herren zur Verfügung. Du kannst nicht Gott dienen und beispielsweise dem Geist des Geldes zugleich. Du kannst die Menschen nicht sortieren in die guten, die du liebst, und die bösen, die dein Hass trifft. Gott lässt seine Sonne über den Bösen und über den Guten scheinen. Gott ist eins in sich. Sei also ganz und eins, wie Gott allen Menschen gegenüber einer und derselbe ist. Sei ganz in dem, was du glaubst, mit Leib, Seele und Geist. Sei ganz in dem, was du liebst. Sei ganz in dem, was du an den Menschen tust, ebenso, ob sie nun neben dir stehen oder am anderen Ende der Erde. Du lebst mit beiden.
Das dritte Wort sagt: "Du hast ein Ziel. Wende dich ihm zu." Ich zeige dir, wohin und worauf zu du lebst. Ich zeige dir, wofür es sich lohnt, deine Kräfte einzusetzen. Unterscheide also zwischen wichtig und unwichtig. Unterscheide zwischen einem Berg und einem Maulwurfshügel. Zwischen dem großen Ziel, auf das die Menschengeschichte zuläuft, und deinen kleinen Interessen. Es gibt etwas, das größer ist als dein Herz und dein Kopf. Glück und Erfüllung sind am Ende von dem zu erwarten, was hinausreicht über die Grenzen deines Lebens. Diese Erfüllung ist dir zugesagt. Setze alles auf diese eine Wirklichkeit, bis dich nichts mehr so erfüllt wie die Sehnsucht nach der ungeteilten Welt Gottes und der Menschen.
Weiter. Der vierte Satz lautet: "Stütze dich nicht auf etwas, das vergeht. Es trägt nicht." Sammle zum Beispiel keinen Reichtum. Er ist sinnlos. Denn wenn du das tust, wird sich dein Herz mit deinem Reichtum belasten. Was ist denn wichtiger: Das Gepäck, das du trägst - oder der Weg, den du gehst? Je schwerer das Gepäck, desto kürzer die Strecke, die du bewältigst. Du kannst keinen Möbelwagen mitnehmen, wenn die Tür eng wird, durch die du zu gehen hast. Dabei gilt nicht nur, dass die Tür eng ist, sondern auch, dass, was eng ist, sich als Tür erweist, durch die du gehen kannst. Frei für das, was dich erwartet, bist du in dem Maß, in dem du Ballast ablegst.
Du brauchst auch deshalb keinen Reichtum zu suchen, weil du schon reich bist. Darum auch verschwende dich. Wenn du einen Menschen liebst, ist es dir selbstverständlich, für ihn alles hinzugeben. Liebe also alles, was ist. Ein blühender Baum schafft Hunderte von Millionen Samen. Wenige fallen in die Erde und wachsen auf. Das ist Verschwendung. Aber so ist das Leben. Du selbst bist entstanden aus der Verschwendung, die die Art Gottes ist. Deine Liebe wird ein Maß für die Maßlosigkeit sein. Du wirst wissen, dass du geliebt bist. Gott gibt dir seine Liebe, damit du sie weitergeben kannst. Gelingt dir das, so kannst du ins Nichts treten wie auf einen festen Boden.
Der fünfte Satz: "Gott hält dich wert. Du brauchst keinen "Applaus". Es ist üblich, dass einer spendet und danach von seiner Spende redet. Sonst hat er nichts davon. Aber warum will er etwas davon haben? Es ist üblich, dass einer im Großen oder im Kleinen herrschen will, dominieren, Autorität sein, Meister sein. Wozu? Für dich selbst ist die einzige Autorität Gott selbst. Warum willst du dich zwischen Gott und die Menschen stellen, als wärest du Gott? Du hast deinen Wert im verborgenen, und deinen öffentlichen Rang und Wert gewinnst du in Wahrheit eben dadurch, dass du deinen eigenen Rang und Wert auf dem Niveau hältst, das dir zukommt.
Der sechste: "Du hast Augen, also nimm dich selbst wahr". "Du siehst, dass dein Bruder einen Splitter im Auge hat. Du bist ein hilfreicher Mensch, also sagst du: Halte still, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen. Du kannst aber nicht genau sehen, weil dir entgeht, dass in deinem eigenen Auge auch ein Splitter steckt." Das Gleichnis meint zwar nicht Augen, sondern die Tatsache, dass du darüber richtest, was dein Bruder Böses getan habe. Weil aber in dir selbst ebenso viel Böses am Werk ist und du nun die Rolle eines Richters spielst, wird aus dem Splitter in deinem eigenen Auge ein Balken. "Zieh also zuerst den Splitter aus deinem eigenen Auge, damit er nicht zum Balken wird. Wenn du das geschafft hast, kannst du kommen und deinen Bruder von seinem Splitter befreien." . Merke! Was du an dir selbst gut findest, kann eine Täuschung sein. Was in dir selbst an Schuld ist, pflegt sich zu verbergen. Und merke auch: Kein Heiliger ist ohne Vergangenheit und ohne Gefahr. Und kein Verbrecher ist ohne Zukunft. In der Gegenwart gehören sie zusammen.
Der siebte: "Du bist gehalten. Also fürchte dich nicht". Du lebst auf Gott hin. Und du lebst mit der Kraft Gottes, die in dir selbst ist. Du gehst auf einem geraden, sinnvollen Weg. Also hast du weder Angst nötig vor deinem Weg. Noch vor der Gefahr, die dir begegnen könnte. Noch vor einer Macht, die dich bedroht. Noch vor den Menschen, die um dich sind. Steh auf deinen eigenen Füßen und vertraue darauf, dass der Grund, auf dem du stehst, trägt. Du fährst in keinen Abgrund, in dem Gott dich nicht auffinge. Gott ist größer als dein Herz und als deine Angst. Darum vertraue dich dem an, der größer ist und lass das Kleinere. Nimm die Kraft, die Gott dir anbietet, als deine eigene wahr und nimm sie in Anspruch. Sage, was wahr ist. Tritt für das ein, was dir jetzt, hier, geboten scheint.
Der achte: "Du darfst leben. Verbrauche keine Zeit und keine Energie mit Sorgen." Es ist wenig, was sie bewirken und was sie bringen. "Du kannst mit deinen sorgenvollen Gedanken nicht bewirken, dass die Zeit deines Lebens um einen halben Meter
länger wird." Du kannst dir überlegen, was du tun musst, um dein Leben zu erhalten. Aber tu es, ohne deine krausen Sorgen im Kreis zu drehen. Sie führen zu nichts. Solche Gedanken würden begreiflich, wenn Jesus in dem Wohlstand lebte, in dem wir heute leben und nicht in seinem bitter armen Land. Aber das ist für sein Wort kennzeichnend: Seht frei und offen in die Zukunft. Achtet auf die Gerechtigkeit, die ihr schaffen könnt. Seht auf den Frieden, der von euch ausgehen kann. Schaut über eure arme Menschenwelt hinaus auf das, was Gott tun wird. Alles andere ist von geringerer Wichtigkeit.
Der neunte Satz: "Dir ist Glück zugedacht. Geh darauf zu". Die Bergpredigt beginnt mit einem Hymnus auf das sinnvolle, glückliche und gelingende Leben. Sie setzt ein mit dem Ruf: "Folgende Menschen preise ich glücklich!" Glücklich, tröstlich, selig und sonst wie mit sich im Reinen, mit der Welt und mit Gott sind die, die nicht meinen, sie seien selbst groß. Glücklich sind die, die Trost finden. Glücklich sind die Geduldigen, die Sanften und Freundlichen. Sie werden Grund unter den Füßen haben, wenn andere in ihrer Ungeduld stolpern. Glücklich, die Gerechtigkeit wollen. Sie wird ihnen zuteil werden. Wer will, dass Menschen ihre Würde bewahren, wird seine Würde empfangen. Wer andere frei macht, wird ein freier Mensch sein. Glücklich die Barmherzigen. Glücklich, die ein Ohr haben für die Verzweiflung, ein Auge für die wortlose Klage, eine Hand für die hilflose Schwäche. Sie wissen, woher Barmherzigkeit kommt, auch wenn sie selbst sie brauchen. Glücklich sind, die Frieden stiften. Glücklich ist, wer irgendeinen Krieg nicht führt und dazu hilft, dass irgendein Krieg endet. Sie spiegeln Gott. Die Gott spiegeln, sind seine Töchter, seine Söhne. Kein Mensch aber kann mehr sein als das. Glücklich, die nach Gerechtigkeit suchen und darum verfolgt werden. Sie sind ihm ähnlich. Sie sind von Gott gesegnet. Sie sind geborgen.
Und der zehnte: "Was dir misslingt, kann dich nicht gefährden." Du brauchst nicht so zu tun, als seiest du tadellos und fehlerfrei. Du bist es nicht. Aber das trennt dich nicht von
Gott und auch nicht von dem Ziel, das dir zugedacht ist. Wenn dein Herz dich anklagt, dann ist Gott größer als dein Herz. Und er sieht nicht nur alle Dinge, sondern auch den von ihm geliebten Menschen, der du in Wahrheit bist und der du bleiben wirst jetzt und künftig und für alle Ewigkeit. Du bist geliebt. Du kannst etwas tun. Darum steh zu dem Menschen, der du in Wahrheit bist und der du bist in Gottes Augen. Und sei es ein schwarzes Schaf.
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Im Neuen Testament wird Jesus auch der Anführer, der Urheber, der Anstifter, der Rädelsführer genannt. So spricht Jesus vom Unterwegssein und vom Hinterhergehen. Er zeigt darum Schritte, die zu gehen sind, und zwar Schritte auf dem Weg einer Wandlung aller Dinge.
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Hören wir also, was Jesus sagt, so sehen wir uns auf einen Weg verwiesen. Und dieser Weg sei, so sagt er, ein Leben, das den Namen Leben verdient. Wir gehen. Und wir lassen uns nicht beirren. Wir verlassen uns auf Gottes Nähe und machen uns möglichst wenig Sorgen. Wir nehmen die Freiheit in Anspruch, die Jesus uns zuspricht, und lassen sie uns von niemandem nehmen. Wir danken für alles, was wir empfangen, und nehmen an, was uns geschieht. Wir vertrauen Gott alle die Menschen an, mit denen wir zu tun haben. Wir versuchen, selbst so zu leben, dass man uns vertrauen kann. Wir lieben und lassen uns den Mut nicht nehmen. Wir geben denen unsere Nähe, die unserer Nähe bedürfen. Wir nehmen uns selbst nicht so schrecklich wichtig und werden vielleicht gerade dadurch zu Tröstern. Wir brauchen keine Gewalt, weder in unseren Gedanken noch in unseren Worten und begegnen dem Misstrauen und der Ablehnung mit Güte. Wir hoffen geduldig und lassen uns nicht enttäuschen. Wir leben nicht nur für uns selbst, sondern verbrauchen unsere Kraft auch für die, die auf unsere Kraft angewiesen sind. Wir tragen
mit an der Last, die die Menschen zu tragen haben. Wir sehen in jedem Menschen den Bruder oder die Schwester, und hinter ihnen den großen, den Bruder Jesus, und kennen keine Grenze der Rasse oder der Herkunft. Wir behalten das Ziel im Auge, das Jesus uns zeigt: das Leben.
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Wie steht es aber nun mit den Christen in unserem Land und mit den Kirchen? Wenn ich mir die Menschen ansehe, denen ich begegne, so finde ich eine verbreitete Mattigkeit. Mir scheint in vielen die elementare Kraft zu fehlen, aus der sie eigentlich leben müssten. Hätten wir denn nicht einen tätigen Mut nötig? Den Mut überhaupt, da zu sein, etwa. Den Mut, in die Welt zu sehen, den Mut, sich dem unberechenbar Lebendigen auszusetzen? Der Mut, zu widerstehen, wo deformiert, entwürdigt und zerstört wird? Der Mut, seinen Glauben und seine Überzeugung dem Anspruch von Mächten aller Art entgegenzustellen? Der Mut, ein Liebhaber des Lebens zu sein? Denn dieser Mut kommt, wenn wir die Gleichnisse von dem in uns aufwachsenden Reich Gottes hören, wie Grundwasser an unsere Wurzeln. Er kommt wie Regen von oben, und wie Licht von allen Seiten. Kommt er, so verändert sich die Landschaft. Die Welt wird hoffnungsvoller. Es geht um etwas, das größer ist als wir. Und es geht nicht mehr darum, ob wir unseren Weg kennen, sondern darum, ob wir ihn gehen und ob man uns am Ende an unserem Gehen erkennt.
Wenn Jesus zwischen den Menschen stand und mit ihnen sprach, so höre ich ihn ungefähr so reden: Wisst ihr eigentlich, wie viel Kraft ihr in Anspruch nehmen könnt? Wisst ihr, wie lebendig ihr seid? Wie lebendig das Leben ist, das Gott euch zugedacht hat? Wisst ihr, wie sorglos ihr in eurem Leben stehen könnt? Darum fasst Mut! Wenn ich ihn mit einem Einzelnen im Gespräch sehe, dann höre ich ihn etwa so: Wenn du dich vor dem fürchtest, was außen ist, dann hast du Gott noch nicht verstanden. Denn Gott ist nicht nur in der Ferne, er ist überall. Du wirst mit ihm zu tun haben, was immer dir aus dieser Welt
entgegenkommt. Gott ist auch in der Gefahr. Er ist auch in deiner dunklen Zukunft. Und das dunkle Schicksal verliert seinen Schrecken in dem Maß, in dem dir in ihm der Vater, der Vertrauenswürdige, der Verlässliche, der Nahe begegnet, auch der, der in dir selbst ist und dieser eindringenden, gefährlichen Außenwelt gewachsen. Mach dir keine Sorgen!
Denn das ist vor allen Dingen nötig: dass die Angst ihre Macht abgibt. Es ist eine Kirche gesucht, die in der allgemeinen, weltweit gängigen Sicherheitskultur die Lebenskultur des Friedens mitzubegründen vermag. Wenn es von hieraus um die Themen Wahrheit, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit, Friedensfähigkeit geht, also um zentrale Aufgaben eines christlichen Handelns, so ist schon zu fragen, woher Jesus die Energie und die Zuversicht nahm, sie in dieser Weise und in diese Richtung zuzuspitzen. Wie kam dieser wehrlose Mensch zu dieser großen Kraft? Woher nahm er den Mut, so zu denken, so zu lehren und zu leben? Warum ist bei ihm von Angst so gar nichts zu spüren?
Im Grunde ist es einfach zu erklären. Es folgte aus dem, was ihm gewiss war: Aus seinem Glauben an eben den Gott, der seine Sonne über die Bösen und über die Guten scheinen lässt und regnen lässt auf Gerechte und Ungerechte. Auf die gewaltbereiten Terroristen, auf ihre leidenden Opfer und auf die naiven Kämpfer gegen das Böse. Er kam aus ohne irgendein Bedürfnis nach Sicherheit. Er kam aus ohne die Sorge um den kommenden Tag. Und was er uns sagt, das sagt er uns vor dem Hintergrund seiner völligen Freiheit von Angst oder Furcht.
Was er nun seinen Freunden zeigt mit seinen Anweisungen, ist eben das. Stellt euch hin und sagt: "Unser Vater im Himmel". Und dann schaut auf das, was um euch her geschieht, und handelt danach. Es wird ein Weg sein zur Gerechtigkeit und zum Frieden. Begegnet den Menschen mit der Güte, mit der Gott euch liebt. Und so muss neben einem tiefen Ernst auch etwas ungemein Heiteres und Unbekümmertes, etwas Befreiendes von Jesus
auf seine Zuhörer ausgestrahlt haben. Es muss eine Überlegenheit und Gelassenheit in ihm gewesen sein, wie sie in seiner Kirche danach nur selten irgendwo gewagt worden ist. Eine Klarheit und Gewissheit, die dort einkehrt, wo der Wille Gottes an die Stelle getreten ist, an der ansonsten der Wille der Menschen sich durchzusetzen suchte.
Du weißt, dass Gott dich versteht. Nun kannst du dein Herz für den öffnen, der Verstehen sucht. Du hast die große Geduld Gottes erfahren. Lass nun auch dem anderen, auch deinem Gegner, Zeit und geh geduldig mit seiner Angst um.
Glaube ist für Christen jedenfalls die Erfahrung, dass es mit dem Evangelium seine Wahrheit hat, dass das Evangelium uns erreichte. Dass uns zugewachsen ist, was wir hören: Befreiung, Entlastung, Heilung, Ermutigung, Befähigung. Und mit all dem ein Auftrag, eine Vollmacht: nämlich im Auftrag Gottes zu leben, zu reden und die Dinge dieser Erde aufs Herz zu nehmen. Paulus sagt: Dadurch, dass uns der Geist Gottes gegeben ist, haben wir die offenen Augen von Menschen, die schauen. Was wir aber schauen, das verwandelt uns. Schauen verbindet den, der schaut, mit dem, was er schaut. So entsteht in uns, wenn wir Christus schauen, der neue Mensch, der nach Christus gestaltet ist.
Was aus Gott ist, wird in der Welt wirksam. Das ist unsere Aufgabe. Wenn davon das Herz voll ist, werden wir handeln. Und es kann das beginnen, was wir eine christliche Lebensgestalt nennen, eine christliche Gemeinschaft mit oder ohne schwarze Schafe, eine christliche Kirche.
Und darauf lasst uns zugehen.














